Kanton Glarus

Arbeitszeugnis prüfen im Kanton Glarus

Im Kanton Glarus kennt jeder jeden — aber bei einer Bewerbung in Zürich oder St. Gallen zählt nur das schriftliche Arbeitszeugnis. Lassen Sie prüfen, ob Ihres den Anforderungen von Art. 330a OR genügt.

Besonderheiten im Kanton Glarus

  • Textilindustrie mit langer Tradition prägte den Arbeitsmarkt
  • Heute: Industrie, Tourismus und öffentlicher Sektor dominieren
  • Kleiner Kanton: persönliche Referenzen wichtig, aber schriftliches Zeugnis bleibt Grundlage
  • Kantonsgericht Glarus: selten Zeugnisstreitigkeiten veröffentlicht

Zuständiges Gericht: Kantonsgericht Glarus

Arbeitsmarkt Kanton Glarus in Zahlen

Beschäftigte
23'039
Arbeitsstätten
3'413
Frauenanteil
46 %

Beschäftigungsstärkste Branchen: Gesundheitswesen, Detailhandel (ohne Handel mit Motorfahrzeugen), Erziehung und Unterricht. Arbeitszeugnisse aus diesen Branchen folgen denselben Regeln nach OR Art. 330a – codierte Formulierungen und beredtes Schweigen sind branchenübergreifend verbreitet.

Quelle: Bundesamt für Statistik (BFS) – Statistik der Unternehmensstruktur (STATENT), Erhebungsjahr 2024.

Relevante Rechtsprechung

Negative Tatsachen nur, wenn sie erheblich sind

BGE 136 III 510, E. 4.1 — schweizweit massgebend

Ein Vollzeugnis darf und muss auch negative Tatsachen erwähnen — aber nur, soweit sie für die Gesamtbeurteilung erheblich sind. Unerhebliche Vorfälle gehören nicht ins Zeugnis.

„Ein qualifiziertes Zeugnis darf und muss daher bezüglich der Leistungen des Arbeitnehmers auch negative Tatsachen erwähnen, soweit diese für seine Gesamtbeurteilung erheblich sind.“

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Was ist ein Schweizer Arbeitszeugnis?

In der Schweiz haben Arbeitnehmende gemäss Art. 330a ORdas Recht auf ein schriftliches Arbeitszeugnis. Es muss wahrheitsgetreu und wohlwollend sein — eine Kombination, die zur Entstehung einer verschlüsselten Zeugnissprache geführt hat. Bestimmte Formulierungen wirken positiv, bedeuten aber das Gegenteil. Dieses "beredtes Schweigen" (das bewusste Weglassen von Kategorien) ist oft schwerwiegender als negative Formulierungen.

Im Kanton Glarus ist das Kantonsgericht Glarus für Streitigkeiten rund um Arbeitszeugnisse zuständig. Die Grundlagen der Schweizer Zeugnissprache gelten jedoch kantonsübergreifend und basieren auf der Rechtsprechung des Bundesgerichts.

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